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Mein Weg in die finanzielle Freiheit (Blogparade)

By on März 24, 2017

Es ist Zeit für eine neue Blogparade! So schrieb es Pascal in seinem Blog fyoumoney. Für mich ist das somit meine erste Teilnahme. Das Thema ist klar: Mein Weg in die finanzielle Freiheit. 

Als ich mich 2010 das erste Mal mit Aktien und Co. auseinandersetzte, stand finanzielle Freiheit gar nicht zur Debatte. Gerade am Anfang schwirrten in meinem Kopf ganz andere Fragen wie: Welche Aktie macht mich „Reich“? Welche Möglichkeiten habe ich schnell „Reich“ zu werden? Die erste Zeit schaute ich mir Börsenspiele an und dachte mir, den Haken finde ich schon und bald kann ich mich vor Geld nicht mehr Retten. Zugegeben eine irrationale Denkweise die ich damals hatte.

Inzwischen haben sich meine Ansichten etwas geändert. 2010 wollte ich das schnelle Geld, ich habe zu diesem Zeitpunkt mein ersten größeren Verdienst gehabt, aber den Umgang damit musste ich noch lernen.

 

Meine Motivation

Eine der Kernfragen von Pascal lautet: Was ist eure Motivation Vermögen aufzubauen und wie kam es dazu? 

Wie schon gesagt vor einige Jahren wollte ich das schnelle Geld, der Begriff „Reich“ bedeutete für mich mit wenig Aufwand (am besten gar kein Aufwand) Millionen von Euro zu besitzen und sich keine Gedanken mehr machen zu müssen. Die bittere Realität sah anders aus, als ich mit 18 Jahren (2010) das erste mal mehr als 1000€ verdiente fühlte ich mich als könne ich mir alles leisten. Der Konsum wurde mehr und mehr und nicht selten gab es mehr Monat als Gehalt. Das Leben im vollen Konsum teilweise auf Pump hatte begonnen. Ein Jahr später begriff ich das etwas falsch läuft.

Das Gefühl eingeengt zu sein breitete sich immer weiter aus, so konnte es nicht weitergehen. Ich fing an alle Konsumschulden abzubauen, zwar langsam aber stetig. Als unterm Strich eine schwarze Null stand war das unglaublich befreiend. Dieses Gefühl ermutigte mich anzufangen und etwas zurück zu legen. Themen wie Riester und Co. konnte ich nichts abgewinnen, ich brauchte die Möglichkeit wann immer ich wollte auf das Konto zu schauen um zu Wissen was ich momentan habe. Diese Transparenz ist mir auch heute noch wichtig.

Inzwischen bin noch motivierter! Letztes Jahr kam unsere Tochter auf die Welt, dass zündete die nächste Motivationsrakete.  Es geht nun nicht mehr darum für sich selbst ein Vermögen aufzubauen, sondern für die Familie.

 

Was wir erreichen wollen

Finanzielle Freiheit ist ein sehr individuelles Ziel und steht auch bei uns auf der Liste. Es bedeutet für uns unter anderem Sicherheit, dass Gefühl sein Geld nicht nur auf einem Konto liegen zu haben geschweige denn in nur einer Anlageklasse.

Als nächstes folgt schon die Vorsorge für das Alter, ich bin überzeugt davon das wenn es soweit ist und ich in Rente gehe die staatliche Zuwendung enorm gering sein wird. Ich habe kein Interesse daran im Alter auf etwas verzichten zu müssen, also muss man auch was dafür tun! Sich unabhängig vom Staat aufzustellen halte ich für eine gute Idee.

Da wir auch für unsere Tochter jeden Monat seit ihrer Geburt was bei Seite packen und investieren geht ihre Vorsorge bereits früh los. Dadurch ergeben sich bereits jetzt enorme Vorteile für ihren Vermögensaufbau. Ein Teil wird direkt Investiert und soll ihr für später dienen, ein anderer Teil liegt auf einem Tagesgeldkonto. Wer selbst Kinder hat und darüber nachdenkt welche Kosten im laufe der Zeit noch entstehen, der stellt fest das sowas wie Klassenfahrten, Abschlussfahrten, Ferien oder Urlaube usw. ebenfalls Geld kosten. Wir nutzen daher das Tagesgeldkonto genau für solche Zwecke. Der Vorteil ist, dass wir zu gegebener Zeit nicht gezwungen sin Anteile zu verkaufen, da wir noch liquide Mittel durch das Tagesgeld besitzen.

Als ich noch zur Schule ging gab es 1 Kind, das nicht mit auf Klassenfahrten kommen konnte weil die Eltern dafür kein Geld hatten. Das ist meiner Meinung nach nicht vertretbar, selbst wer ein enorm geringes Einkommen hat schafft es für sein Kind ohne Probleme wenigstens 10€ im Monat bei Seite zu legen (es gibt ja auch 192€ Kindergeld)!

Ich denke ich spreche für jedes Elternteil wenn ich sage: Wir Eltern möchten unseren kleinen auch etwas bieten und das beginnt schon bei Kleinigkeiten. Mit der richtigen Vorsorge fällt der Vermögensaufbau der eigenen Kinder nicht schwer.

Daher ist die Absicherung der ganzen Familie eines der größten Ziele die ich verfolge!

 

Beeinflusst mich der Vermögensaufbau im Alltag?

Tatsächlich beeinflusst er mich, allerdings zum positiven. Ich habe über die Zeit hinweg angefangen mich mehr mit meinem Ausgabeverhalten zu beschäftigen und überflüssige Ausgaben gestrichen oder ersetzt. Wenn es noch vor wenigen Jahren täglich der Kaffee to go für 2€ war, ist es nun der Kaffeebecher von zuhause. Das Frühstück auf dem Weg zur Arbeit beim Bäcker holen, wurde durch das Brot von zuhause ersetzt. Ich gehe inzwischen mit offenen Augen durch die Welt und probiere solche sinnlosen Ausgaben zu vermeiden. Sicherlich möchte ich nicht darauf hinaus sich nichts mehr gönnen zu dürfen, aber ich habe mein Bewusstsein für solche Ausgaben geschärft und fokussiere mich auf mein Ziel!

Es funktioniert und das sogar ohne Abstriche in der Qualität hinnehmen zu müssen. Wenn ich etwas gelernt habe, dann das sich gerade solche kleinen Konsumausgaben über den Monat gerechnet schnell in ein kleines Vermögen wandeln können. Außerdem wenn wir ehrlich sind schmeckt der frisch gemahlene Kaffee von zuhause doch eh am besten.

Ich behaupte daher, dass ich mich nicht beschränke was mein Leben angeht. Wenn ich jedoch einen Tipp geben kann dann folgender: Stelle dir vor einem Kauf immer die Frage brauchst du es auch wirklich oder gibt es dir nur eine kurze Befriedigung ohne tatsächlichen nutzen? Wenn es keinen nutzen hat dann lass es doch einfach stehen!

 

Welche Freiheiten habe ich bereits vor der finanziellen Freiheit?

Nun für mich spielt eine wichtige Rolle, dass Gefühl von Sicherheit. Wer immer von der Hand in den Mund lebt kann sich nicht zu 100% sicher fühlen. Solange derjenige keine extra Ausgaben hat kann das natürlich funktionieren, aber es kommt der Tag an dem Kosten entstehen die vorher nicht einkalkuliert waren. Was passiert dann? Im schlimmsten Fall fällt diese Person in eine Schuldenspirale und wird nur mit einer hohen Anstrengung dieser Entkommen.

Daher fühle ich mich alleine dadurch freier, zu wissen ich habe ein Polster und verschiedene Anlageklassen mit denen ich mir auch eine unvorhergesehene Rechnung leisten könnte. Tatsächlich verspüre ich auch ein Gefühl von Freiheit indem ich einfach nur weiß, dass ich mir gewisse Sachen leisten könnte ohne das ich im nachhinein schlechter da stehe.

 

Fazit

Der Weg zur finanziellen Freiheit ist ein lehrreicher, wer den Spruch kennt: „Der Weg ist das Ziel!“ Wird mit der Zeit feststellen das hierbei keine Ausnahme gemacht wird. Ich sehe den Vermögensaufbau als eine langfristige Angelegenheit bei der kurzfristige Spekulationen keinen Platz haben. Das einzige was kurzfristig ist, sind die Teilziele die wir uns auf dem Weg zur finanziellen Freiheit setzen.
Seitdem ich mit dem Vermögensaufbau begonnen habe, fühle ich mich einfach besser. Ich habe so viel neues gelernt und es macht mir obendrein noch Spaß, daher kann es nur der richtige Weg sein.

Ich danke Pascal für das Thema der Blogparade. Wenn du dir noch andere Beiträge durchlesen willst, dann schau bei fyoumoney vorbei. Direkt zum Artikel der Blogparade gelangst du hier, in den Kommentaren findest du dann auch andere Blogger die darüber geschrieben haben.

 

Ich behalte meinen Fokus auch wenn mal ein Stein im Weg liegt!

 

 

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6 Comments
  1. Antworten

    Finanziell Frei mit 30 - Dominik

    April 6, 2017

    Ein schöner Artikel.
    „Ich behalte meinen Fokus auch wenn mal ein Stein im Weg liegt!“

    Zu Deinem letzten Satz noch ein schönes Zitat von Erich Kästner:
    „Auch aus Steinen, die Dir in den Weg gelegt werden, kannst Du Dir etwas schönes bauen.“

    Schöne Grüße
    Dominik

    • Antworten

      Danny Kirseck

      April 7, 2017

      Hey Dominik,

      danke für dein Lob. An dem Zitat von Erich Kästner ist was wahres dran. Man darf nur nicht immer gleich alles hinschmeißen und aufgeben nur weil man über einen der Steine gestolpert ist.

      Beste grüße
      Danny

  2. Antworten

    freaky finance

    April 19, 2017

    Moin!
    Herzlichen Dank für deinen Beitrag.

    Die statistische Auswertung der Blogparade ist nun online
    https://www.freakyfinance.net/2017/04/19/aufbereitung-der-blogparade-von-fyoumoney/

    Beste Grüße und bleib freaky
    Vincent

    • Antworten

      Danny Kirseck

      April 19, 2017

      Besten Dank für den Hinweis Vincent eine super Aufbereitung und Zusammenfassung hast du dort geschrieben!

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Danny Kirseck
Brandenburg

Mit Finanzen und Vermögensaufbau beschäftige ich mich seit 2010. Dazu habe ich auch unterschiedliche Seminare besucht und bin froh mein Wissen mit dir teilen zu können. Während meiner 9 Jahre Dienst bei der Bundeswehr, habe ich die Besonderheiten in dieser Berufsgruppe kennengelernt und möchte in diesem Blog näher darauf eingehen.